Weniger Falschgeld im Umlauf, aber neuer Trend

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Die Österreichische Nationalbank OeNB hat die neue Falschgeldstatistik für das Jahr 2018 veröffentlicht. Einem Anstieg von sichergestellten 50-Euro-Banknoten (8.879 Stück, mehrheitlich der ersten Serie) steht im Vergleich zum Jahr 2017 ein zum Teil deutlicher Rückgang bei den 10-, 20- und 500-Euro-Banknoten gegenüber. Generell zählen, laut OeNB-Direktoriumsmitglied Kurt Pribil, Euro-Banknoten zu den fälschungssichersten Banknoten der Welt.

Die Fälschungssicherheit der Eurobanknoten wird mit der Ausgabe der neuen 100- und 200-Euro-Banknoten ab dem 28. Mai 2019 weiter erhöht. Trotz dieser verbesserten Banknotensicherheit bleibt das Bekämpfen von Falschgeld weiterhin auch in Österreich eine Herausforderung. Die technische Qualität der Euro-Banknoten wird deshalb laufend weiterentwickelt, neue Sicherheitsmerkmale machen unsere Geldscheine noch fälschungssicherer.

Echtheit einfach überprüfbar

Bild_Buch_Geldwaesche_ist_noch_immer_kein_KavaliersdeliktGrundsätzlich können Euro-Banknoten von jedem auch ohne technische Hilfsmittel auf Echtheit überprüft werden. Dazu reichen in der Regel drei einfache Prüfschritte: fühlen, sehen und kippen. Insgesamt wurden, wie auch schon im Jahr 2017, in Wien mit einem Anteil von 45,9 Prozent die meisten Fälschungen sichergestellt. Es folgten Niederösterreich (13,1 Prozent), die Steiermark (10,4 Prozent) und Tirol (8,2 Prozent). Die wenigsten „Blüten“ tauchten mit 2,2 Prozent im Burgenland auf.

Oft werden schlechte Fälschungen nicht erkannt

Seit Mitte 2019 zeigt sich Berichten zufolge ein neuer Trend, nämlich die Zunahme von so genanntem „Filmgeld“ oder „Movie Money“. Vor diesen, eigentlich für den Entertainment-Bereich (wie zum Beispiel Film- und Theaterproduktionen) gedachten Geldscheinen, warnte bereits die Polizei Brandenburg. Diese Blüten müssen sich zwar per Gesetz deutlich erkennbar von echten Banknoten unterscheiden, Betrüger bringen diese Geldscheine aber angeblich gerne an Orten mit hoher Kundenfrequenz (zum Beispiel Volksfeste) in Umlauf. Denn in der Eile werden oftmals auch grobe Unterschiede nicht erkannt.


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