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Seit dem Jahr 2018 bestimmt die 2. Finanzmarktrichtlinie der EU, kurz MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive II), den Alltag von Wertpapier-Dienstleistern. Einzelne Details, die die Delegierte Verordnung (EU) 2017/565 nicht regelt, legt parallel dazu das Wertpapieraufsichtsgesetz 2018, kurz WAG 2018, fest. Das große Ziel all dieser Bestimmungen lautet:

Transparenz und Anlegerschutz.

Dem europäischen Gesetzgeber liegt der Schutz von Anlegern, insbesondere von Kleinanlegern, ganz besonders am Herzen. Der zentrale Schlüssel zu mehr Anlegerschutz ist für die EU umfassende Transparenz bei Kosten und Gebühren, Finanzinstrumenten und Wertpapier-Dienstleistungen, Zielmärkten, dem Durchführen von (Kunden-)Aufträgen, Interessenkonflikten, Vergütungen und so weiter und so fort …

Durchaus zu Recht fühlen sich Wertpapier-Dienstleister vom Gesetzgeber und den überbordenden Pflichten, die selbst für kleine und kleinste Wertpapier-Unternehmen gelten, quasi vorverurteilt. Gleichzeitig sind Kleinanleger mit der Flut an Informationen, Dokumenten, Offenlegungen, usw. überfordert und zunehmend auch genervt. Gut 50 Seiten rechtsverbindlichen Text muss jeder Kleinanleger erhalten, lesen und verstehen, bevor er oder sie auch nur 100 Euro investieren darf.

Compliance ist unverzichtbar

Alle Kritik ändert nichts daran, dass Wertpapier-Dienstleister die gesetzlichen Pflichten der Delegierten Verordnung 2017/565 sowie des Wertpapieraufsichtsgesetzes 2018 auf Punkt und Beistrich zu erfüllen sind. Zuständig dafür ist der Compliance Officer, dessen Funktion in Wertpapierfirmen WPF verpflichtend einzurichten ist. Jedoch sind auch Wertpapierdienstleistungsunternehmen WPDLU gut beraten, sind einen fachkundigen Compliance Officer zu engagieren.

Andernfalls wird es zur echten Herausforderung, stets sämtliche Pflichten im Auge zu behalten und lückenlos zu erfüllen – während gleichzeitig ja auch der Geschäftsbetrieb laufen muss. Auch das Interpretieren der teils unklaren, unkonkreten oder schlichtweg unmöglich umzusetzenden Pflichten erfordert viel Zeit und Knowhow. All das sind die Aufgaben eines guten Compliance Officer.

Compliance ist ein Erfolgsfaktor

Als Wertpapier-Dienstleister haben Sie womöglich das Gefühl, dass Compliance Ihren geschäftlichen Alltag behindert. Angesichts einiger überschießender (aber trotzdem zu erfüllenden) Pflichten kann dieser Eindruck durchaus entstehen. Andererseits kann praxisnahe und angemessene Compliance einer DER Erfolgsfaktoren sein, um organisatorischen Abläufe und Strukturen zu straffen, effizienter zu gestalten und damit Sie und Ihr Wertpapierunternehmen noch erfolgreicher machen.

Nachdem die gesetzlichen Pflichten als gegeben hinzunehmen sind und auch der aktuelle MiFD II-Review, den die Europäische Kommission nach über zwei Jahren Anwendung durchführt, keine nennenswerten Erleichterungen bringen wird, ist es deutlich Ziel führender, Compliance nicht nur als lästige Pflicht, sondern als wertvollen Erfolgsfaktor zu sehen.

Aus der Praxis für die Praxis

Seit über 20 Jahren bin ich erfolgreicher Wertpapier-Dienstleister. Als langjähriger Gesellschafter und Compliance Officer eines Wiener Portfolioverwalters (Wertpapierfirma gemäß § 3 WAG 2018) bin ich selbst auch direkt Betroffener. Als selbständiger Compliance Officer unterstütze und berate ich weitere Wertpapierfirmen und Wertpapierdienstleistungsunternehmen aus Österreich und Deutschland beim praxisnahen Umsetzen der gesetzlichen Bestimmungen. Als Initiator des Compliance Roundtable tausche ich mich regelmäßig mit Kollegen, Interessenvertretungen und ggf. Aufsichtsbehörden aus, um im Idealfall brancheneinheitliche Vorgehensweisen zu finden.

Sehr gerne unterstütze ich auch Sie und Ihr Unternehmen!

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