Was ist Corporate Social Responsibility?

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Nachhaltig verantwortungsvolles Unternehmertum


Corporate Social Responsibility, kurz CSR, bezeichnet die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen und Organisationen sowie deren Mitarbeitern im Sinne des nachhaltigen Wirtschaftens sowie der Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dies umfasst gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Aspekte. CSR bezeichnet den spezifischen Beitrag, den Unternehmen zum nachhaltigen Wirtschaften, zur Nachhaltigkeit, leisten.


Anmerkung: Von entscheidender Bedeutung für das korrekte Verständnis von CSR ist, dass der englische Begriff „social“ nicht mit „sozial“ ins Deutsche übersetzt wird, sondern mit „gesellschaftlich“.


Aus dem Grünbuch „Europäische Rahmenbedingungen für die soziale Verantwortung der Unternehmen“ vom 18. Juli 2001:

  • Soziale Verantwortung von Unternehmen: ein Konzept, das den Unternehmen als Grundlage dient, auf freiwilliger Basis soziale Belange und Umweltbelange in ihre Unternehmenstätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren.

  • Stakeholder: Einzelpersonen, Gemeinschaften oder Organisationen, die die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens beeinflussen oder von ihr beeinflusst werden. Es gibt interne Stakeholder (z. B. Belegschaft) und externe Stakeholder (z. B. Kunden, Zulieferer, Anteilseigner, Investoren, lokale Gemeinschaften).

Die „Neue EU-Strategie (2011-14) für die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR)“ vom 25. Oktober 2011 legt eine adaptierte Definition fest, die im Jahr 2019 wie folgt adaptiert wird:

Die soziale Verantwortung der Unternehmen (CSR) wurde in der CSR-Strategie definiert als „die Verantwortung der Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft„. Um ihrer sozialen Verantwortung in vollem Umfang gerecht zu werden, sollten Unternehmen „über ein Verfahren verfügen, mit dem sie in enger Zusammenarbeit mit ihren Stakeholdern soziale, ökologische, ethische, menschenrechtliche und verbraucherrelevante Belange in ihre Geschäftstätigkeit und ihre Kernstrategie integrieren, um die Schaffung eines gemeinsamen Werts für ihre Eigentümer/Aktionäre und die Zivilgesellschaft insgesamt zu maximieren und mögliche negative Auswirkungen zu erkennen, zu verhindern und abzumildern„.

Corporate Social Responsibility wird in der Norm ISO 26000 als „Verantwortung einer Organisation für die Auswirkungen ihrer Entscheidungen und Aktivitäten auf die Gesellschaft und Umwelt durch transparentes und ethisches Verhalten“ beschrieben. Diese Aspekte sind in einer Vielzahl an international anerkannten Referenzdokumenten festgehalten, wie zum Beispiel:

  • ILO-Grundsatzerklärung über Unternehmen und Sozialpolitik,

  • OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen,

  • UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sowie

  • den Prinzipien des UN Global Compact (identisch mit den EU-Nachhaltigkeitsfaktoren).

Beispiele für Maßnahmen zur Corporate Social Responsibility

  • faire Geschäftspraktiken,

  • sparsame bzw. effiziente Nutzung von Energie,

  • Abfallreduktion und -trennung,

  • Klimaschonende Mobilität

  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit

  • mitarbeiterorientierte Personalpolitik,

  • sparsamer Einsatz bzw. Reduktion des Verbrauchs von natürlichen Rohstoffen,

  • Schutz von Klima und Umwelt,

  • fördern der Kreislaufwirtschaft (Recycling),

  • Einsatz erneuerbarer Energien

  • Soziales und gesellschaftliches Engagement,

  • Gleichbehandlung aller Geschlechter in ihrer beruflichen Entwicklung,

  • Steuerehrlichkeit und Korruptionsbekämpfung,

  • Minimierung von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz und

  • Verantwortung auch in der Lieferkette.

Wobei sich CSR von Unternehmen zu Unternehmen unterscheidet. In einem produzierenden Unternehmen gestaltet sich CSR anders als im Handel oder in der Dienstleistung. Der klare und direkt Bezug zur eigenen Geschäftstätigkeit ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für CSR. CSR-Aktivitäten, die als „Add on“, sprich als Zusatzleistung verstanden wird, welche wenig oder nichts mit dem eigentlichen Geschäftsmodell zu tun hat, greifen zu kurz.

Entscheidend für das erfolgreiche Umsetzen von CSR sind eine ganze Reihe von miteinander „kommunizierenden“ Aktivitäten, wie zum Beispiel Arbeitssicherheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Energieeffizienz oder Mindeststandards in der Lieferkette. Zur Glaubwürdigkeit von CSR trägt auch bei, wenn sich nachhaltige Aktivitäten nicht nur auf den Beruf beschränken, sondern sinngemäß auch in der Freizeit gesetzt werden.


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