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Ich bin kein Shopping-Junkie, also auch nur ein gelegentlicher Online-Shopper. Eher kaufe ich beruflich online ein. Die Gläser und Deckel für ERIKAs Marmeladen oder Büromaterial (bei österreichischen Lieferanten), Kleidung und Elektronik bei großen internationalen Online-Händlern so gut wie nie.

Große internationale Online-Händler – Sie wissen, welche ich meine – haben nicht den allerbesten Ruf. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Zentrallagern sollen nicht besonders „nett“ behandelt werden, ist immer wieder in den Medien zu lesen. Vom den präkeren Arbeitsverhältnissen der Zusteller ganz zu schweigen. Leider denken viele Konsumenten nicht daran, welche menschlichen Folgen es hat, wenn Online-Händler die Zustellung bin 24 Stunden versprechen.

Ja, ich gebe zu, es ist natürlich bequem von der Couch aus zu shoppen. Und ich nutze diese Bequemlichkeit ab und zu selbst, denn als kleines Ein-Personen-Unternehmen ist Zeit ein sehr knappes und wertvolles Gut. Ich versuche allerdings, Retoursendungen zu vermeiden und bestelle nur was ich tatsächlich brauche und behalte. Bücher beispielsweise bestelle ich beim Buchhändler ums Ecks. Das dauert zwar ein paar Tage, aber meistens ist das Warten kein Problem.

Gänzlich verzichte ich auf Essens- und Lebensmittellieferungen, die nicht erst seit dem Corona-bedingten Lockdown einen Boom erleben. Erstens war ich bei zwei, drei Testbestellungen während des ersten Lockdowns maßlos enttäuscht von der „Qualität“ des Essens. Lieber unterstütze ich meinen Italiener, Asiaten, Japaner usw. hier Zuhause ums Eck, bestelle direkt und hole selber ab. Ganz abgesehen davon, dass beinahe jede Woche neue Horror-Geschichten über ausgebeutete Mitarbeiter in den Medien zu lesen sind. Immer bequemer, immer schneller, immer billiger muss für mich nicht sein.

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