Header_Sustainable_Entrepreneur_Logo_Andreas_Dolezal

Ich bin alles andere als ein Vegetarier oder gar Veganer. Ein saftiges Filetsteak oder Ungarische Salami sind einfach herrlich. Auch ein Leberkäs-Semmerl darf ab und zu sein. Aber es geht auch ohne Fleisch. Da bin ich als Hobbykoch kreativ genug.

Beim Fleisch greife ich nicht zur Diskont-Ware vom pausbäckigen Fleischer aus der Fernsehwerbung. Mit Fleisch, bei dem nur der günstigste Preis zählt und das Wohl der Tiere sowie der Lohn des Bauern offensichtlich gar keine Rolle spielen, koche ich nicht. Von der – meiner Erfahrung nach – unterdurchschnittlichen Qualität dieser Ware ganz abgesehen.

Fleisch und Wurst kaufe ich bevorzugt bei einem Wiener Fleischermeister, einem Familienbetrieb, der erfreulicher Weise bei mir ums Eck eine Filiale hat. Da ich als Lebensmittel-Kleinproduzent auch Zugang zu Gastro-Märkten habe, gönne ich mir manchmal ein Stück Beef aus dem weit entfernten Argentinien. Ist das klimafreundlich? Nicht unbedingt, aber auch nicht klimaschädlicher als Rindfleisch aus Österreich. Denn ohne Soja aus Südamerika gibt es bei uns in Österreich gar kein Rindfleisch.

Wir verfüttern an unsere heimischen Kühe jedes Jahr tausende Tonnen Soja, das wir aus Brasilien importieren (etwa drei Viertel des Eiweißfutters importieren wir aus Südamerika). Ob wir das Soja importieren, oder das Soja in Südamerika lassen und dann das Fleisch importieren, ist für das Weltklima ziemlich egal. Für unseren heimischen Fleischgenuss wird so oder so Regenwald gerodet. Dem Klima hilft nur, wenn weniger Fleisch gegessen wird. Und das tue ich, dafür achte ich auf hohe Qualität.

Zurück zum Green Deal …